Es war einmal...
Mag. Stefan Kieninger. Am Anfang, das war 1998. Nach dem Abschluss seines Studiums, begann sich Stefan Kieninger dem Ernst des Lebens zuzuwenden ;-) Als Bergführer war er bereits in ganz Europa aktiv. Er hatte didaktische Erfahrungen mit dem Abhalten von Kursen und durch das Erschließen von neuen Kletterrouten auch intensive Vorkenntnisse betreffen Anschlagpunkte, die im Bergsport allgemein Bohrhaken, Klebeanker, etc... genannt werden. Als Vater zweier Kinder veränderte sich nun die Lebensplanung. Genetisch vorbelastet kam da nur die Gründung einer eigenen Firma in Frage...
Vinzenz Reinhartz. An diesem Anfang stand auch eine Homepage die sich Stefan von seinem Freund Vinzenz erstellen ließ. Darin wurden neben den Bergführertätigkeiten, dem Verleih einer mobilen Kletterwand, eben auch Höhenarbeiten beworben. Stefan machte dem umtriebigen, frisch verheirateten Oberösterreicher, der gerade von Tirol nach Salzburg ausgewandert war, eine Firmengründung schmackhaft.
Die Idee Stefans, wie im Bergsport bereits seit Jahren üblich, auch im Industriebereich Schulungen im Umgang mit Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSA) anzubieten, entstand aus den ersten Kundenanfragen von Firmen wie zum Beispiel Nokia, Alcatel oder der damaligen Austria Connect, der heutigen Orange. Speziell der Name des Herrn Ing. Robert Pokorny von der damaligen Connect sei hier erwähnt. Er sagte der Firmenidee eine großartige Zukunft voraus, womit er nicht ganz unrecht hatte. Die befreundete Firma A.Kaufmann aus Salzburg unterstützte die Aktivitäten und leitete Firmenanfragen über Lehrgänge zum richtigen Umgang mit PSA gegen Absturz weiter. Auch Heinz Pribitzer, der mit seiner Agentur die Produkte von Söll in Österreich vertrieb, unterstützte die Firmengründer mit Know How wo er nur konnte.
HOEHENWERKSTATT. Stefan und Vinzenz begannen Anfang 1999 konkret mit der Planung der Firmengründung. Im August 1999 war es dann so weit. Die ersten Verträge wurden unterschrieben. Ein Firmenname musste gefunden werden: "Team 4, Alta, Vertical Profession, Vertec,..." Doch HOEHENWERKSTATT machte das Rennen. Ja und wenn schon, dann sollte es gleich eine GmbH sein. Professionelles Auftreten war das Ziel!
Mag. Gudrun Inreiter. Mag. Max Berger. Weitere Gründungsmitglieder waren Gudrun und Max. Gudrun verließ die Firma nach kurzer Zeit wieder und ist heute neben der Lehrerinnentätigkeit als Yoga-Expertin tätig. Max wechselte nach den ersten Jahren die Seiten und gründete für einen großen PSA Hersteller eine Vertriebsagentur in Österreich. Stefan und Vinzenz sind geblieben und führen bis heute als Geschäftsführer und Inhaber die Firma.
Grafik. Design. Foto
Der Grafiker Georg Wagenhuber entwickelte 1999 mit Partner Manfred Veigl die CI mit dem Logo der HOEHENWERKSTATT. Wagenhuber betreut bis heute die Gestaltung aller Druckmedien der Firma. Wagenhuber hat auch die aktuellen Höhenarbeits-Illustrationen für das Merkblatt, welches HOEHENWERKSTATT gemeinsam mit der AUVA 2009 erstellt, gestaltet.
Und wenn wir schon bei der grafischen Gestaltung sind: Seit 2008 betreut der Mediendesigner Martin Jansenberger mit seiner Firma das Webdesign und die Programmierung der Homepage.
Foto. Die Geschichte der Firma ist auch eine Geschichte in Bildern. Die beiden Profifotografen Andreas Hechenberger und Hermann Erber dokumentieren die Entwicklung der Firma bei allen möglichen Anlässen. Auch die Firmeninhaber, die Mitarbeiter und natürlich unsere Kunden stellen immer wieder Fotos bereit.
IWC - Ice Climbing Worldcup.
Max, der bekannte Eiskletterer und Bergführer war es auch, der die Idee von einem Eiskletterweltcup in die Firma einbrachte. Stationen dieses ersten Eiskletterweltcups und später auch von Eiskletter-Weltmeisterschaften waren unter anderem: Pitztal in Österreich, Saas-Fee in der Schweiz, Cortina d'Ampezzo und Val-Daone in Italien, Kirov in Russland, Courchevel und Chamonix in Frankreich, Quebec in Kanada, Åre in Schweden. 2003 wurde die Organistation der Bewerbe aus der Firma ausgegliedert und in die Hände der UIAA, dem Internationalen Bergsteigerverband übergeben.
Mag. Harald Berger. Bei diesen Eiskletterveranstaltungen entdeckte auch der damalige Mitarbeiter Mag. Harald Berger sein Talent im Wettkampf-Eisklettern. HArald und Max sind übrigens nicht verwandt. Der spätere Firmenteilhaber wandelte sich vom Routensetzer und Jurymitglied zum mehrmaligen Gewinner des Eiskletterweltcups und wurde auch Weltmeister im Eisklettern. Sein großer Drang in die Berge führte ihn dann aber raus aus der Firma - rein in den gesponserten Profibergsport. Leider kam Harald Berger am 20.12.2006 bei einem tragischen Trainingsunfall beim Eisklettern ums Leben. Harald hat sich nicht nur bei den Sportveranstaltungen einen Namen gemacht, sondern auch bei den Lehrgängen und Montagen für Maßstäbe gesorgt. Der ausgebildete Lehrer war ein begnadeter Didaktiker. Harald Berger hinterließ seine Lebensgefährtin, Kirsten und ein Kind, die kleine Zoe.
--> in Memoriam Harald Berger
x-raids. Kletterwand. Flying Fox.
Neben den Eiskletterveranstaltungen wurden für Auftraggeber wie Salomon, Nike oder dem Tourismusverband Tirol auch sogenannte X-RAIDS veranstaltet. Die Teilnehmer mussten dabei Berge erlaufen bzw. mit dem Mountainbike erfahren, Canyons begehen, über Steilwände abseilen, Hochseilgärten durchklettern, etc. - Abenteuer pur!
Unter dem Slogan "move-out" wurde in den Anfangsjahren, die von Stefan Kieninger in die HOEHENWERKSTATT eingebrachte mobile Kletterwand bei verschiedenen Events aufgebaut und von Bergführern betreut. Bis heute werden immer wieder verschiedenste Events seiltechnisch betreut. So wurde unter anderem in Salzburgs Altstadt vom Mönchsberg ein Flying Fox direkt bis auf den Domplatz geführt!
Eröffnung Trainingszentrum Wels.
Doch mit der Eröffnung des ersten österreichischen Trainingszentrums für Höhenarbeit, Höhenrettung und Sicherungstechnik im Herbst 2001 in Wels, wurde nicht nur der wichtigste Grundstein für die weitere Entwicklung der Firma gelegt. Kunden, Hersteller, Lieferanten. Alle waren sich einig: Das hat es bisher in ganz Europa noch nicht gegegeben! Endlich war der richtige Rahmen für die Lehrgänge geschaffen. Auf Aussen- und vor allem Innenanlagen konnte nun je nach Anforderungen und Wetterlage trainiert werden.
--> Detailinfos Trainingszentrum Wels
Die Sportveranstaltungen wurden bis zum Jahr 2003 fast vollständig eingestellt. Grund dafür war, dass die Kernkompetenz der HOEHENWERSTATT, die Höhenarbeiten, vermehrt Ressourcen einforderten. Es blieb einfach keine Zeit mehr für die arbeitsintensiven Sportevents. Die Erfahrung allerdings die bei der Organisation der Großveranstaltungen gesammelt wurde, kam natürlich auch der Entwicklung der Lehrgänge entgegen.
Personalentwicklung. Team.
Stück für Stück wurden die Abläufe professionalisert. Nicht zufällig wurde der neue Schwerpunkt auf die Personalentwicklung gelegt. Bis heute gibt es keinen Markt für Trainer und auch keine Ausbildungen, die unseren umfassenden Anforderungen an unsere Trainer entspechen. Mag. Stefan Kieninger absolvierte bereits 2000 die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft beim WIFI in Salzburg. Vinzenz Reinhartz schloß die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft nach 5 Wochen beim TÜV Süddeutschland und im Dezember 2008 mit einer Abschlußwoche bei der BG Bau in Haan ab. Doch die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft dient vor allem als wichtige systemische Basis in Bezug auf den Arbeitsschutz. Themen der Höhenarbeit und der Höhenrettung werden in dieser Ausbildung wenn überhaupt, nur als absolute Randthemen gestreift.
Die Trainer der HOEHENWERKSTATT durchlaufen heute ein umfassendes gemischtes Ausbildungsprogramm. Gleich am Anfang stehen externe Ausbildungen zum Thema Anschlagpunkte, Anschlagsysteme und die interne Ausbildung zum Sachkundigen für PSA (Persönliche Schutzausrüstung) gegen Absturz. Stück für Stück erarbeitet ein neuer Trainer Themenbereiche zuerst im Praxisbereich und später auch in der Theorie. Angeleitet wird er dabei vom Lehrgangsleiter und von den bereits etablierten Trainern.
Nach der Anfangsphase absolvieren unsere Trainer bei international anerkannten Ausbildungsstätten wie der IRATA in England oder der FISAT in Deutschland spezielle 3-stufige Ausbildungen zum aufsichtsführenden Industriekletterer, wobei die Ausbildung bei IRATA internationales Ansehen genießt, wohingegen die Ausbildung beim FISAT vor allem in Deutschland Bedeutung hat.
Michael Muttenthaler. Seit Herbst 2006 assistiert Michael der Geschäftsführung und bringt frischen Wind in Organisationsstruktur die Firma. Mit seinem Motto "geht nicht - gibt's nicht" und mit einer unbeschreiblicher Leichtigkeit "schupft" er die Administration der Lehrgänge und Montagen. Logistik ist sein Spezialgebiet, welches er als gelernter Spediteur perfektioniert hat! Seinem analytischen Auge entgeht (fast) nichts!
Andreas Rechberger. 2006 kam auch Andreas ins Boot. Er ist Stammtrainer von Wels und wird heuer bei IRATA das Level 2 absolvieren. Andreas erarbeitet immer wieder neue Themen oder alte Themen neu. Zur Zeit "tourt" er gerade mit einem neu entwickelten Lehrgang für sicheres Arbeiten an Gewässern durch Österreich. Zwei äusserst heikle Gefährdungen verbinden sich in einem Lehrgang: Gefahren durch Absturz und Ertrinken.
Lukas Blauensteiner. Seit 2007 verstärkt uns Lukas in Oberösterreich. Er hat einen professionellen Höhenarbeiter-Background, war er doch aufsichtsführender Industriekletterer bei einer bekannten Wiener Firma. Seit 2008 ist Lukas nach den neuen Regeln FISAT Level 3 geprüft. Lukas hat auch privat ein Novum in der HOEHEWNERKSTATT geschafft: Er ist der erste Angestellte der Firma, der aufzeigt, dass die Firma langsam erwachsen wird. Lukas hat geheiratet und bekam auch schon Nachwuchs. Nach den unsteten Anfangsjahren der Firma zeigt sich: Arbeit und Familie lassen sich durchaus vereinbaren...
Michael Bajer. Dominic Schacht. Unser junges Team im Trainingszentrum Baden wird seit 2008 von Michael Bajer angeführt und seit 2009 von Dominic Schacht verstärkt. Michael hat bereits früher in Ostösterreich als Trainer für Höhenarbeiten Vorerfahrungen gesammelt. Der Einstieg ist ihm demensprechend leicht gefallen. Heuer wird Michael bei IRATA das Level 1 absolvieren.
Peter Emberger. Ing. Thomas Schirmer. Neil-Andrew Griffiths. Weitere Mitarbeiter sind seit 2007 unser Niederösterreicher Peter Emberger welcher dort einspringt, wo Not am Mann herrscht und seit 2008 unser junger Tiroler Ing. Thomas Schirmer, welcher sich auf schwierigste Montagen von Sicherungssystemen spezialisiert hat und der ausserdem Westösterreich mit Beratungen und Lehrgängen versorgt! Sein Stundenpensum aufgestockt hat auch unser Engländer Neil. Ab 2009 wird er verstärkt bei Montagen zum Einsatz kommen.
Dirk-Jan Swier. Unser langjähriger Mitarbeiter ist mittlerweile selbständig als IRATA Level 3 Industriekletterer im Einsatz. Für die Höhenwerkstatt ist er als freier Mitarbeiter erhalten geblieben. Ohne Dirk wäre die Firma heute nicht dort wo sie ist!
Ing. Andreas Tiefenbacher. Andreas Klein. Ohne unsere freien Mitarbeiter könnten wir die Spitzenzeiten nicht bewältigen. Was wäre ein Frühjahr ohne unsere Andis! Andreas Tiefenbacher war übrigens in der Vergangenheit bereits fest angestellter Mitarbeiter der Firma. Er hat aber in die Selbständigkeit gewechselt und versucht sich nun als Imker! Als "Bienenmacher" hat er uns und unsere Kunden zu Weihnachten 2008 bereits mit einer Ladung aus eigener Produktion versorgt!
Martin Urstöger. Nicht vergessen wollen wir unseren langjähriger Mitarbeiter Martin, der sich von Anfang 2003 bis Ende 2007 einen herausragenden Namen als Trainer der HOEHENWERKSTATT machte. Jahrelang hat er zuerst unter der Leitung von Harald und später von Dirk die verschiedensten Lehrgänge auf höchstem Niveau durchgeführt und weiterentwickelt.
Unsere Kunden
Am Anfang war der Mobilfunk und die Freileitung. Aber Stück für Stück wurde der Kundenstock und die Zielgruppen ausgeweitet. Konnte man sich anfangs nicht vorstellen, zum Beispiel Dachdecker und Spengler zu einem Lehrgangsbesuch motivieren zu können wurden wir ab Frühjahr 2004 eines besseren belehrt. Dank der Initiative der Wirtschaftskammern, der AUVA und in Salzburg auch der Arbeiterkammer kommen seit damals regelmäßig größere Zahlen von Mitarbeitern aus dem Baugewerbe zu den Lehrgängen zum Sicheren Arbeiten in der Höhe. Hervorzuheben sind an dieser Stelle die Oberösterreicher. Bei einem Tag der offenen Tür im Jahr 2003 hat sich der damalige Wirtschaftskammer Mitarbeiter, der mittlerweile pensionierte Herr Ing. Traunfellner von der Qualität der Arbeit der HOEHENWERKSTATT überzeugt. Mit viel Engagement und finanzieller und logistischer Beteiligung der Wirtschaftskammer Oberösterreich und kräftigem Sponsoring durch die AUVA wurden so die ersten Lehrgänge für Dachdecker und Spengler in Oberösterreich ermöglicht. Im Jahr darauf sind dann die Niederösterreicher gefolgt und heute kommt bereits ganz Ostösterreich und auch der Süden zu regelmäßigen Lehrgängen zu den Lehrstätten der HOEHENWERKSTATT. Worauf begründet sich der Erfolg der Zusammenarbeit der HOEHENWERKSTATT mit seinen Kunden? Vielleicht neben den perfekten Trainingsmöglichkeiten, dem Personal und den Kooperationen auf der Tatsache, dass man sehr bestrebt ist, den Kunden ernst zu nehmen und ihm nicht einfach irgendwelche Produkte "reinzudrücken", wie es leider nur allzuoft versucht wird. Erfolg durch Vertrauen. Vielleicht ist es diese einfache Formel, auf die man die Erfolgsgeschichte der Firma zurückführen kann.
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Kooperationen mit Herstellern und Vertrieben
Neben den Mitarbeitern und den Kunden ist die Kooperation mit Herstellern und Vertrieben von PSA eine wichtige Säule für den Erfolg von HOEHENWERKSTATT. Über die Jahre konnten viele namhafte Firmen als Partner gewonnen und überzeugt werden. Sie unterstützen uns mit Know How und stellen ihre Produkte unseren Trainern und LehrgangsteilnehmerInnen als Leihmaterial zur Verfügung.
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Eröffnung Trainingszentrum Baden.
Im Juni 2008 wurde dann ein weiterer Meilenstein gelegt. Das zweite Trainingszentrum der HOEHENWERKSTATT wurde in der Nähe von Baden bei Wien unter großer Beteiligung von Kunden, Partnern, Herstellern eröffnet. Im Trainingszentrum Baden wird auf einer Fläche von rund 5000 m2 sowohl auf Aussen-, als auch auf Innenanlagen trainiert. Der ORF berichtete darüber.
--> Detailinfos Trainingszentrum Baden
Und wie geht es weiter?
2009 feiert HOEHENWERKSTATT 10 jähriges Jubiläum. Die Geschichte formt unsere Zukunft. 2 Trainingszentren wollen erst betrieben, neue Kunden überzeugt und bestehende Kunden mit Qualiät versorgt werden. Allzuschnell glaubt man sich als Marktführer zurücklehnen zu können. Doch das war nie unsere Art und wird es auch nicht sein. Beständiges, nachhaltiges Wachstum durch Qualität und Leistung. Das streben wir heute genauso wie vor 10 Jahren zu Beginn unserer damaligen "Garagenfirma" an. Gemeinsam mit unserem Team unseren Partnern und unseren Kunden werden wir wachsen und uns weiterentwickeln.
